In der Pfif – Praxis für individuelle Lernförderung schauen wir nicht nur auf schulische Inhalte, sondern auch auf die grundlegenden Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen. Deshalb schauen wir, ob die sogenannten frühkindlichen Reflexe vollständig integriert sind.
Frühkindliche Reflexe sind angeborene, automatische Bewegungsmuster, die bereits im Mutterleib und in den ersten Lebensmonaten aktiv sind. Sie helfen dem Baby, sich zu entwickeln, sich zu bewegen und auf seine Umwelt zu reagieren. Im Laufe der Entwicklung, meist im ersten Lebensjahr, werden diese Reflexe durch reifere Bewegungsabläufe abgelöst, man spricht von ihrer „Integration“.
Manchmal bleiben jedoch einzelne Reflexe ganz oder teilweise aktiv. Diese fehlende Integration ist von außen nicht immer sofort erkennbar, kann sich aber im Alltag und besonders in der Schule bemerkbar machen.
Mögliche Auswirkungen können sein:
- Schwierigkeiten, ruhig zu sitzen oder sich zu konzentrieren
- Probleme beim Lesen, Schreiben und/oder Rechnen
- eine verkrampfte Stifthaltung
- schnelle Ermüdung beim Arbeiten
- Unsicherheiten in der Körperkoordination
- erhöhte Ablenkbarkeit oder Unruhe.
Für das Kind selbst ist das oft sehr frustrierend. Es möchte lernen und sich anstrengen, stößt aber immer wieder auf Hindernisse, die es nicht bewusst steuern kann.
Durch eine Testung stellen wir fest, welche Reflexe noch nicht integriert sind, gezielte Übungen und Aufgaben helfen bei der Integration dieser persistierenden Reflexe.

